Morgenstund' hat Gold im Mund. Und Eis auf dem
Motorradsattel. Das will einerseits heissen, dass ich schon relativ früh
aufstehen durfte, um eine frühe Fähre zur Isle of Mull zu erwischen und zum
anderen, dass die Nacht klar und frostig war.
Dafür aber: Wolkenfreier Himmel. Danke Petrus. Kühl und
trocken geht hier oben absolut in Ordnung! J
Schon in der Anfahrt zum Hafen durch den "Sound of
Mull" sieht man das Duart Castle wunderschön an der Küste gelegen. Kurz
nach der Ankunft in Craignure besuchte ich dieses noch via Strasse und als
"Bonus" für den heutigen Besuch standen dort die teilnehmenden
Fahrzeuge einer Oldtimer-Rallye in Reih und Glied auf dem gepflegten Rasen (@ Sibylle: Das
wäre doch was für Euch gewesen…).
Duart Castle vom Wasser... |
...und von Land aus |
Ich überquerte die Insel westwärts und schlug mich dort fast
ständig der Küste entlang Richtung Norden. "Durchschlagen" ist gar nicht so
unpassend, denn dieses Teilstück erforderte wirklich jede Sekunde volle
Konzentration. Single Track Roads gehen ja in Ordnung; diese aber waren von der Sorte "extraschmal", fast
durchs Band weg mit Rollsplit versehen (ohne Stollenpneus halb so lustig) und
häufig mit irrwitzigen und uneinsehbaren Steigungen gewürzt. Nebst Automobilisten, welche sich eher auf
einer Einbahnstrasse fühlten (mit einem PW hätte es sicher einmal gescheppert…),
war natürlich auch den drei Millionen Schafen samt Nachwuchs und deren
"Hinterlassenschaften" auf der Strasse Achtung zu schenken. Ist bekannt,
gehört dazu, also wird auch nicht gejammert, sondern schlicht das Tempo
angepasst und nur auf die Strasse geachtet.
Um die Aussicht zu geniessen blieb ja genügend Zeit für
Pausen. Und diese lohnten sich absolut. Mull hat so ziemlich alles zu bieten.
Von dichten Wäldern über karge "Mondlandschaften" und immer wieder
neuen Ansichten der Küsten und einigen Lochs (ja… das sind die Seen, keine
Löcher J).
Um ehrlich zu sein, war ich dann aber doch nicht unglücklich, als irgendwann
wieder etwas übersichtlichere und breitere Strassen folgten, sonst kommt man ja
fast gar nicht vorwärts.
Weisser Sandstrand in Calgary (Isle of Mull, nicht Canada!) |
In Tobermory durfte natürlich ein kurzer Blick in die
gleichnamige Distillery nicht fehlen. Ein schnuckliges "Taste"-Glas
war ein "must have" und wurde von der freundlichen Verkäuferin
töff-tauglich eingepackt, so dass es die noch weite Reise hoffentlich
unbeschadet überstehen wird.
Tobermory |
Im Anschluss daran stand ein Bummel den berühmten farbigen
Häuschen entlang auf dem Programm. Nett. Aber irgendwie nicht tragisch, dass die
Übernachtung dort nicht klappte, sondern es wieder mit der Fähre nach Oban
zurück ging, ist doch die Auswahl an Restaurants bedeutend grösser.
UND:
"Mein" Glacé-Laden (@ Flubys: ja genau, jenen den ich auch letztes
Jahr zweimal ansteuerte) hatte noch offen. Also konnte ich die Quote vom
letzten Jahr um einen Besuch toppen!
Rechtzeitig zum Schluss dieser Zeilen macht sich vor dem
Hotel die Sonne zum Untergehen bereit, was mit den paar wenigen Wolken ein
schönes Bild abgeben sollte.
Bis dann leistet mir Hotel-Hund
"Dougald" ("call me Dougy-Doggie…") und ein kleines
Bierchen (Tennents) Gesellschaft. Ob's
später noch zu einem Schlummertrunk reicht?
Gestatten, Dougald! |
Na, wer sagt's denn! |
KM heute: 122
Fahrzeit: ca. 2:30
Fahrzeit: ca. 2:30
Hoi Pascal
AntwortenLöschenSo schön, do wäre mir gärn au gsi mit unserem Oldie. Dä hat prima dernäbe passt är isch jo au en Engländer!!
Griessli
Sibylle